Wann Aktien kaufen? Der beste Zeitpunkt (2026)

Wann ist der beste Moment, um Aktien oder ETFs zu kaufen? Solltest du auf den nächsten Börsencrash warten, Ersparnisse sofort auf einen Schlag investieren oder lieber in monatlichen Tranchen per Sparplan einsteigen? Und welche Rolle spielen die Uhrzeit und der Wochentag beim Kauf? Die Finanzwissenschaft und historische Marktdaten der letzten hundert Jahre liefern auf diese Fragen glasklare Antworten. In diesem datenbasierten Leitfaden analysieren wir die exakten Handelszeiten mit den geringsten Spreads, werten historische Renditestudien von Vanguard und Bank of America aus und zeigen dir, welche Strategie dein Vermögen langfristig am stärksten vermehrt.

Kurzantwort: Wann ist der beste Zeitpunkt für den Aktienkauf?

Wissenschaftlich und rechnerisch gilt: Sofort. Nach der großen Langzeitstudie von Vanguard schlägt eine sofortige Einmalanlage (Lump-Sum) das zeitliche Strecken über mehrere Monate (Dollar-Cost-Averaging) in rund 68 Prozent aller historischen 10-Jahres-Perioden. Wer auf den perfekten Tiefpunkt wartet, verliert durch entgangene Gewinne fast immer mehr Geld, als er im nächsten Rücksetzer einspart. Für die konkrete Orderausführung am Tag gibt es ein goldenes Zeitfenster: Für US-Aktien und globale ETFs liegt die beste Uhrzeit zwischen 15:30 Uhr und 17:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit. In diesem zweistündigen Fenster überschneiden sich der Handel an der deutschen Leitbörse Xetra und die Haupthandelszeit an der New Yorker Wall Street (NYSE und NASDAQ), wodurch die Geld-Brief-Spannen (Spreads) am engsten und die Handelskosten am niedrigsten sind.

Die fundamentale Erkenntnis: Time in the market beats timing the market

Der Traum vieler Einsteiger an der Börse (zu den fundamentalen Grundlagen siehe unseren Einstiegsleitfaden Aktien für Anfänger) klingt verlockend: Man wartet an der Seitenlinie mit reichlich Bargeld auf den nächsten großen Börsenkrach, kauft exakt am tiefsten Wendepunkt ein und verkauft die Wertpapiere wieder am absoluten Hochpunkt. In der Praxis der professionellen Vermögensverwaltung scheitert dieser Ansatz jedoch fast ausnahmslos. Die Börse folgt einer elementaren Gesetzmäßigkeit: Die investierte Zeit im Markt schlägt den Versuch, den Markt zeitlich abzupassen (Time in the market beats timing the market).

Warum Markt-Timing für Privatanleger mathematisch so verheerend ist, belegt eine viel beachtete Langzeitstudie der Bank of America. Die Analysten untersuchten die Wertentwicklung des US-Leitindex S&P 500 über einen Zeitraum von neun Jahrzehnten (von 1930 bis 2020). Das Ergebnis ist eine eindringliche Warnung für alle Anleger, die auf den perfekten Einstiegszeitpunkt spekulieren:

  • Wer im gesamten Zeitraum von 90 Jahren dauerhaft voll investiert blieb, erzielte eine Gesamtrendite von sagenhaften 17.715 Prozent.
  • Wer in jedem Jahrzehnt lediglich die zehn besten Handelstage verpasste (weil er aus Angst vor Kursverlusten in bar an der Seitenlinie stand), erzielte über denselben Zeitraum eine Gesamtrendite von gerade einmal 28 Prozent.

Das tückische Phänomen an den Finanzmärkten liegt darin begründet, dass die stärksten Kurssprünge historisch fast immer in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu den heftigsten Panikverkäufen stattfinden. Oft folgen die besten Handelstage eines ganzen Börsenzyklus innerhalb von 48 bis 72 Stunden auf einen massiven Crash-Tag. Wer in solchen Phasen versucht, den Markt zu timen, verkauft meistens in Panik nahe dem Tiefpunkt und traut sich erst dann wieder an den Markt zurück, wenn die Kurse bereits wieder auf neue Höchststände geklettert sind. Die mathematische Rendite entsteht durch kontinuierliches Durchhalten, nicht durch hektisches Ein- und Aussteigen.

Die beste Uhrzeit am Tag: Warum der Spread dein größter Feind ist

Während der makroökonomische Einstiegszeitpunkt langfristig durch kontinuierliches Investieren gelöst wird, gibt es bei der konkreten Ausführung deiner Kauforder eine ganz reale, messbare Kostenfalle: die Uhrzeit. Wer zur falschen Tageszeit auf den Kaufen-Button in seiner Broker-App tippt, bezahlt oft unbemerkt einen empfindlichen Aufschlag.

Dieser Aufschlag entsteht durch den sogenannten Geld-Brief-Spread (Bid-Ask-Spread). Der Briefkurs (Ask) ist der Preis, zu dem Verkäufer bereit sind abzugeben; der Geldkurs (Bid) ist der Preis, zu dem Käufer bereit sind zu zahlen. Die Differenz zwischen beiden Kursen streicht der Market Maker oder Börsenplatz als Handelsmarge ein. Die Höhe dieses Spreads hängt direkt von der Liquidität (dem Handelsvolumen) an den Referenzbörsen ab.

Das goldene Zeitfenster: 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr deutscher Zeit

Für Anleger in Deutschland und Österreich, die US-Aktien (wie Microsoft, Apple, Nvidia oder Johnson & Johnson) oder weltweit anlegende ETFs (wie den MSCI World oder S&P 500) handeln, ist das Zeitfenster von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr MEZ der unangefochten beste Ausführungszeitpunkt des Tages. Der Grund dafür ist die geopolitische Überschneidung zweier mächtiger Handelsblöcke:

  1. Um 15:30 Uhr deutscher Zeit eröffnet die Wall Street in New York (NYSE und NASDAQ). Zu diesem Zeitpunkt beginnt der reguläre Handel der US-Großbanken, Fondsgesellschaften und Market Maker. Die Liquidität der US-Werte springt schlagartig auf ihr weltweites Tagesmaximum.
  2. Bis 17:30 Uhr deutscher Zeit hat das elektronische Handelssystem Xetra der Frankfurter Börse geöffnet. Deutsche Regionalbörsen und Market Maker bei Neobrokern (wie gettex bei Scalable Capital oder die LS Exchange bei Trade Republic) sind gesetzlich verpflichtet, während der Xetra-Öffnungszeiten Spreads zu stellen, die mindestens so günstig sind wie am Referenzmarkt Xetra.

Zwischen 15:30 Uhr und 17:30 Uhr treffen gigantische US-Volumina auf den voll regulierten deutschen Xetra-Handel. Der Spread für Standardaktien schrumpft in diesem Zeitfenster oft auf winzige 0,02 bis 0,05 Prozent zusammen. Wer 5.000 Euro investiert, zahlt für die Kursspanne gerade einmal einen Euro bis 2,50 Euro.

Wann du niemals Aktien kaufen solltest: Die Morgen- und Abendfalle

Vermeide es unbedingt, US-Aktien am frühen Morgen zwischen 08:00 Uhr und 09:00 Uhr oder am späten Abend nach 22:00 Uhr zu kaufen. Vor 09:00 Uhr schläft nicht nur die Wall Street (dort ist es tiefste Nacht), sondern auch die deutsche Leitbörse Xetra hat noch nicht geöffnet. Bei Neobrokern, die den Handel ab 07:30 Uhr ermöglichen, weiten die Market Maker den Spread in diesen Randzeiten massiv aus, um sich gegen unvorhersehbare Kursrisiken abzusichern. Der Spread kann dann 0,5 Prozent, ein Prozent oder bei Nebenwerten sogar über zwei Prozent betragen. Bei einer Order über 5.000 Euro verlierst du in der ersten Sekunde nach Ausführung 50 bis 100 Euro, ohne dass sich der reale Unternehmenswert auch nur um einen Cent verändert hat. Eine detaillierte Übersicht aller weltweiten Börsenpausen findest du in unserem Ratgeber zu den US Börse Öffnungszeiten.

Der beste Wochentag und der richtige Zeitpunkt im Monat

In der Finanzliteratur kursieren zahlreiche Theorien über angebliche Kalenderanomalien: der berüchtigte „Montagseffekt“ (an dem Kurse angeblich fallen, weil schlechte Nachrichten am Wochenende verdaut werden) oder die „Freitagsrallye“ vor dem Wochenende. Doch was sagt die empirische Kapitalmarktforschung dazu im Jahr 2026?

Gibt es den perfekten Wochentag?

Moderne Hochfrequenzhandels-Algorithmen und globale Arbitrage haben historische Wochentagseffekte über die letzten zwanzig Jahre nahezu vollständig egalisiert. Statistische Untersuchungen zeigen, dass die Renditeunterschiede zwischen einem Kauf am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag im langfristigen Durchschnitt statistisch nicht signifikant von Null abweichen. Dennoch gibt es für Privatanleger zwei praktische Richtlinien:

  • Dienstag bis Donnerstag sind ideal: An diesen Tagen läuft der globale Handel in geregelten Bahnen. Es gibt weder die typische Wochenend-Verzögerung vom Montagmorgen noch das Glattstellen großer Optionspositionen, das freitags vor Börsenschluss an den US-Terminbörsen zu erhöhter Volatilität führen kann.
  • Freitagnachmittag für Sparpläne: Wer manuelle Käufe tätigt, kann den Freitagnachmittag zwischen 15:30 Uhr und 17:00 Uhr hervorragend nutzen, da die Liquidität vor dem Wochenende hoch ist.

Der Turn-of-the-Month-Effekt (Monatswechsel)

Ein Kalendereffekt lässt sich in den Datenreihen tatsächlich bis heute nachweisen: der sogenannte Turn-of-the-Month-Effekt. Rund um den Monatswechsel (vom letzten Handelstag des alten Monats bis zum dritten Handelstag des neuen Monats) tendieren die Aktienmärkte weltweit zu überdurchschnittlich positiven Renditen.

Der Grund dafür ist kein esoterisches Geheimnis, sondern schlichte institutionelle Mechanik: Zum Monatsende erhalten Millionen Arbeitnehmer in Deutschland, Europa und den USA ihre Gehälter. Pensionsfonds, berufsständische Versorgungswerke, Versicherungen und Millionen privater ETF-Sparpläne führen ihre automatischen Daueraufträge zwischen dem 1. und 5. eines Monats aus. Diese gigantischen, unelastischen Liquiditätszuflüsse treffen auf den Markt und üben einen messbaren Aufwärtsdruck auf die Kurse aus. Wer als Sparplananleger agiert, muss sich darüber jedoch keine grauen Haare wachsen lassen: Die monatliche Ausführung am Monatsersten oder Monatsfünfzehnten sorgt über Jahrzehnte hinweg für einen verlässlichen Vermögensaufbau.

Einmalkauf oder Sparplan (DCA)? Was die Daten von Vanguard sagen

Wer eine größere Geldsumme zur Verfügung hat (sei es durch eine Erbschaft, eine Bonuszahlung, den Verkauf einer Immobilie oder langjähriges Sparen auf dem Tagesgeldkonto), steht vor der vielleicht quälendsten Frage der Geldanlage: Soll ich das gesamte Geld sofort auf einen Schlag investieren (Lump-Sum Investing, LSI) oder die Summe lieber über 12 bis 24 Monate in gleichmäßigen Raten per Sparplan anlegen (Dollar-Cost-Averaging, DCA)?

Um diese Frage endgültig wissenschaftlich zu beantworten, hat die renommierte US-Fondsgesellschaft Vanguard eine fundamentale Studie unter dem Titel „Invest now or temporarily hold your cash?“ durchgeführt. Dabei wurden historische Datenreihen aus den USA, Großbritannien und Australien über mehr als ein Jahrhundert und über 160 rollierende historische 10-Jahres-Perioden analysiert:

StrategieFunktionsweiseHistorische Erfolgsquote (10 Jahre)Durchschnittlicher RenditevorteilPsychologisches Profil
Sofortige Einmalanlage (Lump-Sum)Das gesamte Kapital wird am Tag 1 vollständig investiertin ca. 68 % der Fälle überlegen+1,5 bis +2,3 % p. a. gegenüber gestrecktem EinstiegErfordert hohe Disziplin und Schmerztoleranz bei kurzfristigen Rücksetzern
Gestreckter Sparplan (DCA)Das Kapital wird über 6 bis 12 Monate in festen Monatsraten investiertin ca. 32 % der Fälle überlegenNur im Bärenmarkt rechnerisch im VorteilPsychologisch beruhigend, minimiert das Bedauern (Regret Aversion)

Die Erklärung für die deutliche Überlegenheit der Einmalanlage ist einleuchtend: Da die globalen Aktienmärkte historisch in rund 70 bis 75 Prozent aller Kalenderjahre steigen, bedeutet jedes Hinauszögern des Einstiegs, dass man einen Teil seines Kapitals auf unverzinsten oder niedrig verzinsten Konten parkt, während der Markt nach oben davonläuft. Wer eine Einmalanlage über zwölf Monate streckt, wettet im Grunde darauf, dass der Markt in diesem Zeitraum fällt. Das ist statistisch gesehen eine Wette gegen die Wahrscheinlichkeit.

Die goldene Brücke zwischen Mathematik und Psychologie: Wenn du eine größere Summe besitzt und nachts nicht schlafen kannst, weil du Angst hast, genau am Tag vor einem Crash einzusteigen, wähle einen Mittelweg: Investiere 50 Prozent der Summe sofort und teile die restlichen 50 Prozent auf drei bis sechs feste Monatsraten auf. So nimmst du sofort am Aufwärtstrend teil, nimmst dir aber den psychologischen Druck.

Interaktiver US Rendite Rechner

Möchtest du nachrechnen, wie sich deine persönliche Rendite bei US-Aktien unter Berücksichtigung von Kursgewinnen, Dividenden, Währungsschwankungen zwischen Euro und Dollar sowie Steuern zusammensetzt? Nutze unseren kostenlosen Rechner:

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Buy the Dip: Lohnt sich das Warten auf den nächsten Börsencrash?

In Finanzforen und auf Social Media ist der Schlachtruf „Buy the Dip“ allgegenwärtig. Die Vorstellung: Man spart kontinuierlich Cash an und schlägt erst dann mit vollen Kassen zu, wenn die Kurse um zehn, zwanzig oder dreißig Prozent eingebrochen sind. Klingt genial, scheitert in der Realität jedoch an den massiven Opportunitätskosten des Wartens.

Betrachten wir ein realistisches Marktszenario: Ein Anleger beschließt im Januar bei einem Indexstand von 5.000 Punkten, nicht zu kaufen, sondern auf eine 15-prozentige Korrektur zu warten. Der Markt steigt jedoch über die nächsten 18 Monate unbeeindruckt auf 6.500 Punkte an. Wenn nun der langersehnte Crash kommt und der Markt um 15 Prozent einbricht, fällt der Index auf 5.525 Punkte zurück. Der geduldige „Dip-Käufer“ freut sich über seinen Einstieg mit Rabatt, zahlt aber mit 5.525 Punkten immer noch deutlich mehr, als wenn er 18 Monate zuvor bei 5.000 Punkten einfach sofort eingestiegen wäre. Hinzu kommt, dass ihm in der Zwischenzeit sämtliche Dividendenausschüttungen entgangen sind.

Wenn du den Kauf von Qualitätsaktien planst, orientiere dich nicht an Crash-Propheten, sondern an klaren Bewertungsmodellen wie dem Discounted-Cashflow-Modell (DCF). Wenn ein erstklassiges Unternehmen mit einem deutlichen Sicherheitsabschlag (Margin of Safety) unter seinem fairen Wert gehandelt wird, ist der Kaufzeitpunkt attraktiv, völlig unabhängig davon, was die Schlagzeilen am Gesamtmarkt verkünden.

Aktien auf dem Allzeithoch kaufen: Ein gefährlicher Fehler oder ein Kaufsignal?

Einer der am weitesten verbreiteten psychologischen Denkfehler lautet: „Der Markt steht auf einem Allzeithoch, jetzt ist es viel zu teuer zum Kaufen.“ Viele Anleger zögern, wenn Indizes wie der S&P 500, der Nasdaq 100 oder der DAX historische Rekorde brechen.

Die historische Kapitalmarktforschung zeigt das genaue Gegenteil: Allzeithochs sind keine Warnsignale, sondern ein natürlicher Zustand funktionierender Volkswirtschaften. Weil Unternehmen wachsen, Gewinne steigern, Innovationen hervorbringen und die Inflation die nominalen Preise treibt, markieren gesunde Aktienmärkte im Laufe der Jahrzehnte regelmäßig neue Höchststände.

Eine Untersuchung historischer US-Börsendaten seit 1950 zeigt: Wenn man an einem Tag investierte, an dem der S&P 500 ein neues Allzeithoch erreichte, lag die durchschnittliche Rendite über die darauffolgenden zwölf Monate bei rund 11,2 Prozent. Investierte man an einem beliebigen anderen Tag, lag die durchschnittliche 12-Monats-Rendite bei 10,6 Prozent. Ein neues Allzeithoch ist ein Zeichen von wirtschaftlicher Stärke und Aufwärtsmomentum. Wer aus Angst vor Rekordständen nicht investiert, verpasst oft die profitabelsten Wachstumsphasen der Börsengeschichte.

Checkliste vor dem Kauf: 5 Fragen vor jeder Order

Bevor du eine Kauforder in deinem Depot aufgibst, gehe die folgenden fünf Prüfpunkte strukturiert durch:

  1. Ist der Notgroschen gesichert? Investiere niemals Geld in Aktien, das du in den nächsten drei bis fünf Jahren für Lebenshaltungskosten, Anschaffungen oder unvorhergesehene Reparaturen benötigst. Die beste Einstiegsstrategie nützt nichts, wenn du im nächsten Bärenmarkt zum Notverkauf gezwungen bist.
  2. Stimmt die Uhrzeit? Wenn du US-Aktien oder globale ETFs kaufst: Führst du die Order zwischen 15:30 Uhr und 17:30 Uhr deutscher Zeit aus, um minimale Spreads zu sichern?
  3. Hast du ein Limit gesetzt? Kaufe niemals per unlimitierter „Bestens-Order“ (Market-Order), sondern setze immer ein Limit knapp über dem aktuellen Briefkurs. Das schützt dich vor bösen Überraschungen durch kurzfristige Kurssprünge.
  4. Ist der Broker kostengünstig? Fressen Mindestgebühren bei Kleinbeträgen deine Anfangsrendite auf? Vergleiche die Konditionen in unserer Übersicht zu den besten Brokern für US Aktien.
  5. Steht die langfristige Investment-These? Weißt du genau, warum du dieses Unternehmen oder diesen ETF kaufst? Hast du die Kennzahlen geprüft, statt blind einem Trend hinterherzulaufen? Eine Schritt für Schritt Anleitung findest du in unserem Leitfaden US Aktien kaufen in Deutschland sowie in unserer Übersicht Welche Aktien kaufen für Anfänger.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zu welcher Uhrzeit sollte man US-Aktien in Deutschland kaufen?

Die beste Uhrzeit für den Kauf von US-Aktien und Welt-ETFs liegt zwischen 15:30 Uhr und 17:30 Uhr deutscher Zeit. In diesem zweistündigen Fenster sind sowohl die deutsche Leitbörse Xetra als auch die New Yorker Heimatbörsen (NYSE und NASDAQ) geöffnet, wodurch die Liquidität am höchsten und die Geld-Brief-Spannen (Spreads) am niedrigsten sind.

Ist ein Einmalkauf oder ein monatlicher Sparplan besser?

Wissenschaftlich betrachtet schlägt der sofortige Einmalkauf (Lump-Sum) das zeitliche Strecken per Sparplan in rund 68 Prozent aller historischen 10-Jahres-Perioden, da Märkte häufiger steigen als fallen. Wer jedoch nachts nicht schlafen kann oder Angst vor einem unmittelbaren Crash hat, wählt aus psychologischen Gründen einen gestreckten Einstieg über drei bis sechs Monate.

Sollte man Aktien kaufen, wenn sie auf einem Allzeithoch stehen?

Ja, absolut. Historische Daten seit 1950 zeigen, dass die durchschnittliche 12-Monats-Rendite nach einem neuen Allzeithoch mit rund 11,2 Prozent sogar leicht über der durchschnittlichen Rendite an beliebigen anderen Tagen liegt. Allzeithochs spiegeln wirtschaftliches Wachstum wider und sind kein automatisches Verkaufssignal.

Welcher Wochentag ist der beste für den Aktienkauf?

Zwischen Dienstag und Donnerstag sind die Handelsbedingungen meist am stabilsten. Montagmorgens müssen oft noch Wochenendnachrichten verarbeitet werden, während freitags vor Börsenschluss an den Terminmärkten teils erhöhte Schwankungen auftreten. Bei langfristigen Sparplänen sind die Wochentagsunterschiede jedoch vernachlässigbar.

Was bedeutet der Spruch ‚Time in the market beats timing the market‘?

Der Leitsatz besagt, dass die dauerhafte Haltedauer im Markt für den langfristigen Vermögensaufbau viel entscheidender ist als der Versuch, den exakten Tiefst- oder Höchstkurs abzupassen. Wer versucht, den Markt zu timen, verpasst oft die wenigen besten Handelstage eines Jahrzehnts, was die Gesamtrendite drastisch reduziert.

Lohnt es sich, mit Cash auf den nächsten Crash zu warten?

In den meisten Fällen nicht. Die sogenannten Opportunitätskosten des Wartens sind extrem hoch: Während man an der Seitenlinie wartet, steigen die Kurse oft jahrelang weiter und schütten Dividenden aus. Wenn dann eine Korrektur um 15 Prozent einsetzt, liegt das Niveau häufig immer noch über dem Stand, an dem man ursprünglich hätte einsteigen können.

Warum ist der Handel vor 09:00 Uhr morgens oft teurer?

Vor 09:00 Uhr hat die deutsche Referenzbörse Xetra noch geschlossen und die US-Börsen schlafen ebenfalls. Market Maker bei Neobrokern weiten in diesen umsatzschwachen Randzeiten die Spreads deutlich aus. Anleger zahlen dann für dasselbe Wertpapier oft ein bis zwei Prozent mehr als am Nachmittag.

Welche Orderart sollte man beim Aktienkauf immer wählen?

Nutze stets eine Limit-Order statt einer unlimitierten Market-Order (Billigst-Kauf). Mit einem Limit legst du den maximalen Preis fest, den du zu zahlen bereit bist. Das schützt dich vor plötzlichen Preisausreißern und schlechten Ausführungskursen.

Wissenschaftliche Studien und Primärquellen

Dieser Ratgeber basiert auf empirischen Kapitalmarktdaten, wissenschaftlichen Untersuchungen und offiziellen Börsenstatistiken:

  • Vanguard Research: „Invest now or temporarily hold your cash?“ (Umfassende Langzeitstudie zum Vergleich von Lump-Sum Investing vs. Dollar-Cost-Averaging über 160 historische Zehnjahresperioden in den USA, UK und Australien).
  • Bank of America Global Research: Langzeitanalyse des S&P 500 von 1930 bis 2020 über die Auswirkungen des Verpassens der zehn besten Handelstage pro Dekade.
  • Deutsche Börse AG: Handelszeiten, Marktmodelle und Xetra-Regelwerk für die Liquiditäts- und Spread-Bindung im elektronischen Wertpapierhandel.
  • New York Stock Exchange (NYSE) & NASDAQ: Offizielle Handelszeiten, Core Trading Sessions und Auction Rules für den US-Kassamarkt.
  • Chicago Board Options Exchange (CBOE): Volatilitätsindizes (VIX) und empirische Studien zum Verhalten von Marktrenditen rund um den Monatswechsel (Turn-of-the-month effect).

Redaktioneller Risikohinweis und Transparenz

Hinweis nach § 85 WpHG: Die auf USAktienHub.de veröffentlichten Analysen, Berechnungen und Ratgeber dienen ausschließlich der allgemeinen Information und finanziellen Bildung. Sie stellen keine Anlageberatung, steuerliche Beratung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Der Handel mit Aktien, ETFs und Derivaten birgt finanzielle Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Historische Renditen und mathematische Modellrechnungen bieten keine Garantie für die künftige Wertentwicklung.

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